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Uni-Kurs als Glücksfall für Bio-Sammlung

Erstellt von Frau Lindner | |   Gymnasium

Bereits seit 1 ½ Wochen hatte Dr. Gregor Schmitz, Leiter des botanischen Gartens und der Lehrsammlung an der Universität Konstanz, seinen 10 Biologie-Studenten in einem Präparierkurs des 4. Semesters die Herstellung und Restauration verschiedenster biologischer Präparate sowie umfangreiche taxonomische Kenntnisse beigebracht.
Dann ist der Tag gekommen, die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse an einer realen biologischen Sammlung, im turbulenten Schulalltag nicht immer besonders pfleglich behandelt, anzuwenden. Da die umliegenden Schulen im Kreis Konstanz bereits perfekt geputzte Sammlungen haben, kam durch privaten Kontakt die Biosammlung des Gymnasiums in Markdorf als Übungsort zustande.

Am Morgen des 20. März 2019 rückte der Kurs, begleitet noch durch eine Professorin und eine Assistentin aus dem Kosovo, die zur Zeit als Gäste über das ERASMUS-Projekt an der Uni Konstanz weilten,  ausgerüstet mit allen notwendigen Utensilien in Markdorf an.

Schnell schlüpften die Studentinnen und Studenten in ihre weißen Kittel, es war mit einigem Staub zu rechnen, und räumten die biologischen Präparate aus den Schränken: sämtliche Vögel vom Weißstorch bis zur Kohlmeise, die Säugetiere wir Fuchs oder Maulwurf, aber auch in Alkohol eingelegte Spinnentiere, Weichtiere ein Frosch und ein Herz, die schon einzutrocknen drohten, weil die Behältnisse nicht mehr ganz dicht waren. Dazu kamen die umfangreichen Insekten- und Molluskenaufsammlungen, so dass im Praktikumsraum 236 schließlich kein Fleckchen Tischfläche mehr frei war.

Ein Team konnte bei dem frühlingshaften Wetter problemlos draußen vor dem Praktikumsraum Tisch und Kompressor für ein Druckluftgerät aufbauen, wo mit Hilfe des Luftgebläses und einem weichen Pinsel sämtliche Tiere entstaubt und gereinigt wurden.

Jedes Objekt wurde genauestens auf Schäden untersucht, gegebenenfalls repariert, Knochen wurden gereinigt und bestimmt, Zähne eingeklebt und zu stark befallene Objekte entsorgt. Andere von Museumskäfern befallene Objekte konnten markiert werde für die anschließende Behandlung, z. B. in der Tiefkühltruhe. Insekten wurden umgesteckt und die gesamte Molluskensammlung mit den wissenschaftlichen Namen beschriftet und sortiert. Einige Studenten hatten inzwischen die Böden der leergeräumten Schränke ausgewischt, so dass schließlich alles wieder an seinen Platz gestellt wurde, zumeist besser geordnet als es vorher der Fall war.

So haben nicht nur die Studentinnen und Studenten von Dr. Gregor Schmitz hervorragend bewiesen, wie erfolgreich sie in dem Kurs gelernt haben, sondern auch wir als Biologie-Kollegium konnten einiges Neues über die Pflege und Erhaltung solch einer umfangreichen Präparatesammlung lernen und sind glücklich über den nun guten Zustand unserer vielen Tiere.

Ein herzliches Dankeschön an Dr. Gregor Schmitz und seinen Kurs!

Im Namen der Bio-Fachschaft – Gabriela Lindner

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